Sanierte Altlast ST15: Alte Gemeindedeponie Frohnleiten

Auf einer rund 8 ha großen Fläche 2 km östlich des Stadtzentrums von Frohnleiten wurde von 1960 bis 1985 in einem Talseitengraben zwei Deponien betrieben. Abgelagert wurden Hausmüll, hausmüllähnliche Abfälle und Bauschutt mit einem Gesamtvolumen von rund 380.000 m³. Untersuchungen zeigten, dass die Altablagerung ein erhebliches Schadstoffpotenzial aufwies. Die Sickerwasseremissionen stellten eine Gefahr für die Umwelt dar.

In den Jahren 1992 bis 1998 erfolgte die Sanierung der Altablagerung durch Umlagerung der Abfälle auf eine direkt am Standort neu errichtete Deponie. Parallel zur Räumung erfolgte die Erweiterung der neuen Deponie in den bereits geräumten Bereichen. Der Sanierungserfolg wurde durch chemische Analysen der Ablagerungssohle nach Entfernung der Altablagerung bestätigt. Mittels Wasseruntersuchungen wurde nachgewiesen, dass von der Altablagerung "Alte Gemeindedeponie Frohnleiten" keine erheblichen Auswirkungen mehr auf das Schutzgut Grundwasser ausgehen. Die Altablagerung ist als saniert zu bewerten.

Bezirk:
Gemeinde:
Katastralgemeinde:
Grundstücksnummern:
Graz-Umgebung,
Frohnleiten,
Laas,
11/1, 11/2
Lage der Altlast : Altlast im GIS anzeigen
Art der Fläche: Altablagerung
Deponietyp: Kommunale Deponie
Art der Ablagerungen: Hausmüll,
Bauschutt
Fläche Altlast (m²): 72.000 m²
Volumen Altlast (m³): 380.000 m³
Schadstoff(e)
Datum Eintrag Altlastenatlas: 06.12.1994
Datum der Prioritätenfestlegung: 27.08.1998
Priorität: 3
Datum Ausweisung dekontaminiert: 01.01.2012
Status Maßnahme: abgeschlossen
Art der Maßnahme: Dekontamination
Sanierungsverfahren (Gruppe): Räumung
Datum Aktualisierung Altlastenatlas: 24.09.1998

BESCHREIBUNG DER STANDORTVERHÄLTNISSE

Altablagerung

Die Altablagerung "Alte Gemeindedeponie Frohnleiten" befindet sich rund 2 km östlich der Ortschaft Frohnleiten in den Hangbereichen des Hochtrötsch.

Im Zeitraum von etwa 1960 bis 1985 wurden von der Gemeinde Frohnleiten in einem südlichen Seitengraben des Tales des Tyrnauer Baches rund 380.000 m³ Hausmüll, hausmüllähnliche Gewerbeabfälle, Bauschutt und Asphaltbruch auf zwei zusammenhängenden Altdeponien, Altdeponie 1 und Altdeponie 2, abgelagert. Die Abfälle wurden im Bereich der steil nach Norden abfallenden Hänge des Höchtrötsch in Mächtigkeiten bis zu 10 m aufgeschüttet. Der Höhenunterschied zwischen dem tiefsten und dem höchsten Punkt der Oberfläche der Altablagerung betrug rund 70 m. Die betroffene Grundfläche der Altablagerung war ca. 8 ha groß. Weder unter der Altdeponie 1 noch unter der Altdeponie 2 existierte eine Basisabdichtung. Die Oberflächen der ehemaligen Deponien waren abgedeckt.

Untergrundverhältnisse

Der Standort der Altablagerung befindet sich in den unteren Hangbereichen des Hochtrötsch etwa auf einer Höhe zwischen 620 und 690 m ü.A. im Bereich einer karartigen Erweiterung eines Geländegrabens. Der Graben fällt nach Norden zum Tyrnauer Bach hin ab. Die Sohle des Tales des Tyrnauer Baches befindet sich etwa auf 490 m ü.A. Der Hochtrötsch wird von einer paläozoischen Gesteinsabfolge aufgebaut, die sich aus Kalkschiefern, plattigen Kalken, Dolomiten, Tonschiefern und Sandsteinen zusammensetzt. Im Bereich der Altablagerung sind unter einer 2 bis 4 m mächtigen Schicht aus Hangschutt aus Kalkschiefern und graphitischen Schiefern aufgebaute Gesteinsserien anzutreffen.

Die das Festgestein überlagernde Hangschuttschicht ist zum Teil stark verlehmt und gering durchlässig. Aufbau und Mächtigkeit des Hangschutts sind zum Teil stark wechselnd, so dass aufgrund unterschiedlicher Durchlässigkeiten und der steil nach Norden abfallenden Hanglage kein durchgehender Grundwasserkörper ansteht. Innerhalb des Hanglehms sind entlang bevorzugter Wasserwegigkeiten strähnige Hangwässer ausgebildet, die zum Teil als Quellen im Hangbereich austreten. Die Quellen und Oberflächenwässer aus den Hangbereichen oberhalb der Altablagerung werden gefasst und abgeleitet. Unterhalb bzw. nördlich der Altablagerung wurden im Bereich der neuen, seit 1986 betriebenen Deponie Drainagen im Feinplanum unter der Basisabdichtung verlegt. Durch diese Drainagen werden die, unter der Basisabdichtung der seit 1986 betriebenen Deponien anfallenden, Hangwässer erfasst und abgeleitet.

Die anstehenden Festgesteine (Kalkschiefer, graphitische Schiefer) sind nicht geklüftet und zeigen Durchlässigkeitsbeiwerte von etwa 10-10 m/s. Innerhalb der Gesteinsabfolgen ist eine Wasserführung im Bereich einzelner Schichten bzw. von Schichtgrenzen möglich. In den Hangbereichen südlich der Altablagerung wurde in einer Tiefe von 36 m ein derartiges, gering ergiebiges Schichtwasservorkommen erbohrt.

Schutzgüter und Nutzungen

Der gesamte Bereich der umgelagerten Altablagerung wird heute als Deponie der Gemeinde Frohnleiten genutzt. Der unmittelbar nordwestlich an die ehemalige Altablagerung angrenzende Bereich gehört ebenfalls zu der seit 1986 von der Gemeinde Frohnleiten betriebenen Deponie. In den Jahren nach der Räumung wurde auch der südöstlich an die ehemalige Altlablagerung angrenzende Bereich zur Reststoff- bzw. Massenabfalldeponie ausgebaut. Im Umfeld der neuen Deponie befinden sich forstwirtschaftlich genutzte Flächen. Die nächsten bewohnten Gebäude befinden sich ca. 800 m nordwestlich im Talbereich des Tyrnauer Baches. Quellen im Hangbereich unterhalb der Altablagerung und das Grundwasser im Talbereich werden genutzt.

 

GEFÄHRDUNGSABSCHÄTZUNG

Ergebnisse von Eluatanalysen von Abfallproben aus 1991 hergestellten Schürfen bzw. aus seit 1992 geräumten Teilbereichen der Altablagerung zeigten, dass an allen Proben Überschreitungen von Orientierungswerten der ÖNORM S 2088-1 zu beobachten waren. Insbesondere zeigten die Eluate deutlich erhöhte CSB-Konzentrationen. Diese Ergebnisse bestätigen, dass im Bereich der Altablagerung belastetes Sickerwasser anfiel, das auf Grund des biogenen Abbaus des Hausmülls hohe organische Belastungen aufwies. In Zusammenhang mit der Fläche und dem Gesamtvolumen der Altablagerung war davon auszugehen, dass erhebliche Schadstofffrachten freigesetzt wurden.

Die Ergebnisse der Eluatanalysen der Proben des gewachsenen Bodens unterhalb der Altablagerung zeigten anhand erhöhter Konzentrationen der Parameter Chemischer Sauerstoffbedarf und Ammonium, dass belastete Sickerwässer der Altablagerung in den Untergrund gelangten. Durch die ungehinderte Versickerung kam es zu einer Verunreinigung von Hangwässern im Bereich der Altablagerung und zu einer Gefährdung des Grundwassers im Hangbereich.

Die Ergebnisse der Analysen von Wasserproben der abgeleiteten Oberflächenwässer bzw. im Bereich der Drainagen der neuen Deponie erfassten Hangwässer ließen keine Beeinflussung der Wasserqualität durch die Altablagerung erkennen. Auch die Analysenergebnisse von Wasserproben der Quellen in den Hangbereichen unterhalb der Altablagerung sowie des Talgrundwassers im Bereich des Tyrnauer Baches zeigten keine Hinweise auf eine Beeinflussung durch die Altablagerung.

Auf Grund der vorliegenden Unterlagen und Untersuchungsergebnisse ließ sich zusammenfassen, dass Hausmüll, hausmüllähnliche Gewerbeabfälle und Bauschutt abgelagert wurden. Das Sickerwasser der Altablagerung zeigte insbesondere organisch bedingte Belastungen und konnte ungehindert versickern. Der großen Fläche und dem großen Gesamtvolumen der Altablagerung entsprechend war von einer großen Sickerwassermenge und von einer großen Fracht anorganischer und organisch bedingter Belastungen auszugehen. Die Altablagerung "Alte Gemeindedeponie Frohnleiten" wies damit ein erhebliches Schadstoffpotenzial auf.

Die Sickerwasseremissionen stellten eine Gefahr für die Umwelt dar. Eine weiterreichende Ausbreitung von Verunreinigungen im Grundwasser war entsprechend den geologischen Verhältnissen als eher unwahrscheinlich anzusehen.

 

SANIERUNGSMASSNAHMEN

Ziel der Sanierungsmaßnahmen war es die unkontrollierte Versickerung von verunreinigten Deponiesickerwässern aus dem Bereich der Altablagerung zu unterbinden. Von 1992 bis 1998 wurde dazu die Altablagerung "Alte Gemeindedeponie Frohnleiten", dem Baufortschritt der neuen Deponie vorauseilend, geräumt. Dazu wurden die Abfälle im Bereich der Altablagerung abgebaut und auf bereits fertiggestellte Bereiche der neuen Deponie umgelagert. Die hierdurch dekontaminierten Teilflächen wurden ebenfalls als neue Deponie ausgebaut. In den Jahren 1992 bis 1998 wurden an der Altablagerung "Alte Gemeindedeponie Frohnleiten" folgende Maßnahmen durchgeführt:

  • Herstellung von rund 1,75 km Tiefendrainage in Form eines Umschließungsgerinnes  
  • Abbau und Sortierung aller Abfälle
  • Abtrag der kontaminierten Sohle
  • Umlagerung der Abfälle und der kontaminierten Sohle auf neu errichtete Deponiebereiche 
  • Ausbau neuer Deponiebereiche inkl. Basisdichtung und Sickerwasserfassungssystem

Während der Aushubarbeiten erfolgten Beweissicherungsuntersuchungen in Form von Feststoffprobenahmen aus der Baugrubensohle und deren Analyse. Weiters erfolgte während sowie nach den Maßnahmen eine Grundwasserbeweissicherung an ausgewählten Messstellen. Parallel wurden Wasseruntersuchungen aus dem Um­leitungs­gerinne und der Tiefendrainage sowie Sickerwasseruntersuchungen aus der neuen Deponie durchgeführt. Die Untersuchungen der auf der neuen Deponie anfallenden Oberflächen- und Sickerwässer (Frischmüll und Umlagerungsmaterial wurden gemeinsam deponiert) sind für die Beurteilung der Sanierungsmaßnahmen nicht relevant und  werden im Folgenden nicht weiter betrachtet.

Beschreibung der Sanierungsmaßnahmen

Die Sanierung der Altablagerung "Alte Gemeindedeponie Frohnleiten" erfolgte von 1992 bis 1998 mittels Umlagerung auf eine neu errichtete nördlich angrenzenden Deponie, welche in weiterer Folge in den geräumten Teilbereichen der Altablagerung sukzessive der Räumung folgend erweitert wurde.

Hierzu wurde im Zuge der Vorbereitung und Untergrundaufschließungen für die neue Deponie festgestellt, dass der von der Altlablagerung betroffene Bereich größer war als ursprünglich angenommen. Insgesamt wurde zwei zusätzliche Bereiche (Asphaltbruchablagerung) als weitere Altablagerungsbereiche angesprochen. Weiters wurde 1991 mittels 10 Suchschlitzen der Umfang der Altablagerung und die Art der abgelagerten Materialien abgegrenzt.

Im Rahmen der Vorarbeiten wurde 1992 das bereits für den nördlichen Teilbereich der neuen Deponie vorhandene Umleitungsgerinne bergseits in Richtung Osten bzw. Süden verschwenkt. Bis zum Januar 1993 wurde anschließend auch das westliche Umleitungsgerinne umgelegt. Ziel dieser rund 1.750 m langen Gerinne war es die hangaufwärts anfallenden Oberflächenwässer abzufangen, um ein Eintreten von Hangwässern in die Altablagerung bzw. die neue Deponie zu verhindern.

Der nördliche Bereich der Altablagerung wurde im Rahmen des ersten Errichtungsabschnitts der neuen Deponie bereits vor dem eigentlichen Sanierungsbeginn umgelagert. Die weitere Räumung der Altablagerung erfolgte der Ausbaunotwendigkeit der neuen Deponie folgend. 1992 wurde begonnen den südöstlichen Teil der Altablagerung auf den neuen Deponiebereich umzulagern. Bis zum Jänner 1993 waren 100.000 m³, bis Oktober 1993 170.000 m³ und bis zum  Winter des Jahres 1995 der gesamte Inhalt der Altdeponie 2 (in Summe 200.000 m³) vollständig ausgeräumt und auf die neue Deponie umgelagert worden. Aufgrund der Grabarbeiten sowie sehr hoher Niederschlagsereignisse im Jahr 1995/1996 traten im Frühjahr 1996 am bergseits der Deponie massive Rutschungen des Hangs auf. Die neu errichten Deponiebereiche waren davon nicht betroffen, allerdings musste eine Stützschüttung des Hangs vorgenommen werden. Bis dahin waren 65.000 m³ aus der Altdeponie 1 umgelagert worden. 1997 wurde die Umlagerung der Altdeponie 1 ausgesetzt. Die Räumarbeiten wurden anschließend so weitergeführt wie der Deponieneuausbau es erforderte bzw. die Standsicherheit dieses zuließ. Die Räumung des gesamten Inhalts der Altdeponie 1 wurde 1998 abschlossen. In diesem Bereich wurden insgesamt weitere rund 180.000 m³ Abfall geräumt. Insgesamt wurden aus beiden Bereichen damit 380.000 m³ Abfall geräumt.

In den vom Abfall geräumten Bereichen wurden in 6 Kampagnen aus 2 bis 4 Tiefenstufen Sohlproben entnommen. Kontaminierte Sohlbereiche wurden abgetragen und ebenfalls auf die gedichteten Deponiebereiche umgelagert. In Bereichen, in denen der Abfall- bzw. Sohlabtrag tiefer lag als die Höhe der Aufstandsfläche der neu zu errichtenden Deponie wurde die Grube bis auf die Höhe der neuen Aufstandsfläche mit anstehendem unbelastetem Material aufgefüllt. Die bereits errichtetet neue Deponie sowie alle in den folgenden Jahren errichteten Deponiebereiche wurden mit einer Basisdichtung mit aufliegendem Sickerwasserfassungssystem ausgestattet. Vor Errichtung der Basisdichtungen wurde, unterhalb dieser, ein von Nord nach Süd verlaufender Kollektorgang sowie eine Tiefendrainagesystem hergestellt. Dieses Tiefendrainagesystem hat die Aufgabe unter der Deponie anstehende Wässer und Quellen zu fassen und kontrolliert abzuleiten. Sowohl das Tiefendrainagesystem als auch das Sickerwasserfassungssystem münden dazu in separat geführte Hauptsammelleitungen, welche über einen begehbaren Kollektorgang zur etwaig weiteren Aufbereitung der Wässer abgeleitet werden.

Der Transport der geräumten Altabfälle erfolgte mittels Muldenkippern von der Abbaufläche zu einer gedichteten Manipulationsfläche südseitig der neuen Deponie bzw. direkt zum Schüttbereich der neuen Deponie. Nach Abkippen der Altabfälle erfolgte eine Sichtung auf Problemstoffe (Altbatterien, Chemikalien in Gebinden,…). Problemstoffe wurde nur sehr untergeordnet angetroffen. Der weitgehend verrottete Abfall wurde zusammen mit frisch angelieferten Abfällen in der neuen Deponie schichtweise eingebaut. Die Gesamtsanierung wurde mit Umlagerung der kontaminierten Sohlbereiche im Dezember 1998 abgeschlossen.

Beurteilung des Sanierungserfolges

1994 wurde die rund 8 ha große und 380.000 m³ umfassende Altablagerung "Alte Gemeindedeponie Frohnleiten" als Altlast ausgewiesen. 1998 erfolgte die Einstufung der Altlast in die Prioritätenklasse 3. Entsprechend dem großen Ablagerungsvolumen und den festgestellten Ablagerungsarten wies die Altablagerung ein erhebliches Schadstoffpotenzial auf. Die Sickerwasseremissionen stellten eine Gefahr für die Umwelt dar. Durch eine vollständige Umlagerung sollte ein weiterer Austritt von Sickerwässern aus der Altablagerung und damit ein Eintrag von Schadstoffen in das Grundwasser unterbunden werden.

In den Jahren 1992 bis 1998 erfolgten Sanierungsarbeiten, die die Umlagerung der Abfälle auf eine direkt am Standort neue errichtete Deponie umfassten. Eine Erweiterung der neuen Deponie erfolgte parallel zur Räumung in den bereits geräumten Bereichen. Die Ansprache der ausgehobenen Materialien bestätigte die Ablagerung von Hausmüll und hausmüllähnliche Abfälle. Insgesamt wurden rund 380.000 m³ Abfall und kontaminierte Sohle ausgehoben und auf die neue  Deponie umgelagert. 1993 wurde vor der Sanierung das Ablagerungsvolumen mit einer Bandbreite 500.000 bis 600.000 m³ abgeschätzt. Trotz dieser Differenz zur Gesamtaushubmenge ist aufgrund der Beweissicherung davon auszugehen, dass der Altablagerungskörper vollständig ausgeräumt und umgelagert wurde. Eine Trennung der Gesamtaushubmenge nach Abfall und kontaminierten Untergrund ist aufgrund der Dokumentation nicht möglich.

Die Kontrolle des Sanierungserfolges wurde neben der Feststoffanalytik des Untergrundes im Rahmen eines Grundwasserbeweissicherungsprogramms in ausgewählten Quellen und Brunnen der Region sowie durch Analytik der Tiefendrainagewässer unterhalb der Sohldichtung der neuen Deponie geführt. Die Analyseergebnisse der Tiefendrainagewässer zeigten nur einen sehr geringen Resteinfluss etwaig verbliebener Kontaminationen. Neben vereinzelten Überschreitungen der Orientierungswerte der ÖNORM S 2088-1 für das Schwermetall Aluminium wurde der Schadstoffparameter AOX mehrmals angetroffen, welcher insgesamt sechsmal in erhöhten Konzentrationen auftrat. Das Vorhandensein von leichtflüchtigen chlorierten Kohlenwasserstoffen konnte jedoch über den Parameter POX ausgeschlossen werden.

Sowohl während als auch nach der Umlagerung zeigten die Grundwasseruntersuchungen aus den Quellen und Brunnen keine Auffälligkeiten betreffend der untersuchten Schadstoffparameter. Leichte Überschreitungen des Prüfwertes der ÖNORM S 2088-1 für den Parameter Ammonium sind eher im Kontext zur landwirtschaftlichen Nutzung des Untersuchungsgebietes zu sehen.

Auf Grund der geringen Restbelastungen des verbliebenen Untergrundes und den hydrogeologischen Gegebenheiten am Standort der Altablagerung "Alte Gemeindedeponie Frohnleiten" sind keine signifikanten Auswirkungen auf die Hangwässer und das Grundwasser erkennbar und auch zukünftig nicht zu erwarten. Zusammenfassend ergibt sich, dass vom Altstandort "Alte Gemeindedeponie Frohnleiten" keine erheblichen Gefahren für die Umwelt mehr ausgehen und die Altlast als saniert zu bewerten ist.

 

Texterstellung:    April 2011