K 37 Bleischmelze Kreuth
Zwischen 1769 und 1903 wurden am Altstandort Bleierze der umliegenden Gruben aufbereitet und verhüttet. Untersuchungsergebnisse zeigen, dass die mehrere Meter mächtigen Anschüttungen im Bereich der ehemaligen Schmelze und des Pochwerks sehr hoch mit Blei und Zink, lokal auch mit Cadmium, belastet sind. Punktuell ist die Mobilität von Blei stark erhöht. Auf einer Fläche von ca. 5.700 m2 sind mindestens 11.000 m3 Untergrund erheblich kontaminiert. Vom Altstandort gehen keine erheblichen Risiken für Mensch oder Umwelt aus. Er wurde dementsprechend in die Prioritätenklasse 3 eingestuft.
Beschreibung Standort K 37 Bleischmelze Kreuth
N 110 Säureteersee Kledering
Bei der Altablagerung handelt es sich um einen 450 m² großen See aus säurehaltigen, hochviskosen Mineralölkohlenwasserstoffen („Säureteer“), der sich auf dem Gelände der Klederinger Mineralölraffinerie befindet. Der Teersee entstand im Zeitraum von 1950 bis 1965 durch die Ablagerung von ca. 500 m³ Rückständen aus der Produktion der Mineralölraffinerie. Durch die Ablagerung ist auch der umliegende Untergrund mit Säureteer verunreinigt. Der stark verunreinigte Untergrund umfasst in Summe etwa 1.000 m³. Aufgrund der plastischen Eigenschaften besteht im abgelagerten Säureteer das Risiko in diesem zu versinken, vor allem beim Betreten in den Sommermonaten. Die Altablagerung stellt ein erhebliches Risiko für Menschen dar und wurde in die Prioritätenklasse 1 eingestuft.
Beschreibung Standort N 110 Säureteersee Kledering
O 97 Schlackenablagerung Münichholz - Mineralölkontamination
Auf einer Fläche von rund 5 ha wurden seit den 1960er Jahren Ablagerungen in Form einer Haldenschüttung getätigt. Ab 1973 wurden vermehrt gewerbliche und industrielle Abfälle abgelagert, hauptsächlich Schlacken und Gießereisande untergeordnet auch Aushub, Bauschutt, Hausmüll und Metallabfälle. Von 1983 bis 1993 wurde der westliche Teil der Ablagerung als bewilligte Betriebsdeponie genutzt. Die Kubatur der Ablagerungen kann insgesamt mit rund 400.000 bis 500.000 m³ abgeschätzt werden. In zwei Bereichen sind die Ablagerungen erheblich mit Mineralölen verunreinigt. Die Mobilität der Schadstoffe ist gering. Das Volumen des erheblich kontaminierten Bereiches kann auf rund 30.000 bis 40.000 m³ geschätzt werden. Von der Altablagerung geht kein erhebliches Risiko für die Umwelt oder Menschen aus. Dementsprechend wurde sie in die Prioritätenklasse 3 eingestuft.
Beschreibung Standort O 97 Schlackenablagerung Münichholz
O 98 Aschedeponie Kraftwerk Timelkam
Bei der Altablagerung handelt es sich um eine Haldenschüttung mit Asche und Schlacke aus der Braunkohlenverfeuerung. Im Jahr 1962 wurde mit der Ablagerung der Verbrennungsrückstände in Form einer Monodeponie begonnen. Bis Ende der 1980er Jahre wurden ca. 1.600.000 m3 Aschen auf einer Fläche von etwa 140.000 m² abgelagert. Bis 1997 erhöhte sich das Ablagerungsvolumen auf insgesamt 2.100.000 m³ mit einer maximalen Ablagerungsmächtigkeit von ca. 40 m. Im Grundwasser des obersten Horizontes sind die Sulfat- und Kaliumfrachten erheblich. Die Altablagerung stellt eine erhebliche Kontamination dar, von der aber kein erhebliches Risiko für Mensch oder Umwelt ausgeht. Dementsprechend wurde sie in die Prioritätenklasse 3 eingestuft.
Beschreibung Standort O 98 Aschedeponie Kraftwerk Timelkam
S 26 Schlackenhalde Mitterberghütten – Quecksilberkontamination
Auf der Altablagerung wurde zwischen 1854 und 1931 schwermetallhaltige Schlacke aus einer nahegelegenen Kupferhütte abgelagert. Im gesamten zentralen Bereich der Altablagerung liegt eine erhebliche Verunreinigung durch Quecksilber vor, untergeordnet auch durch Kupfer und Arsen. Auf einer Fläche von rund 10.000 m2 sind mindestens 7.000 m3 Untergrund erheblich kontaminiert. Aufgrund der großflächigen Oberflächenversiegelung des erheblich kontaminierten Bereiches sind die Auswirkungen der erheblichen Verunreinigungen am Standort gering und stellen kein erhebliches Risiko für die Umwelt und für die Gesundheit von Menschen dar. Dementsprechend ergibt sich die Prioritätenklasse 3.
Beschreibung Standort S 26 Schlackenhalde Mitterberghütten – Quecksilberkontamination
ST 41 ELG Tanklager Lannach
Auf dem Altstandort wird seit 1980 auf rund 300.000 m² ein Tanklager mit einem Lagervolumen von rund 500.000 m³ Rohöl betrieben. Durch den Einsatz von Feuerlöschschäumen zu Übungszwecken ist es auf dem Standort zu einer Untergrundkontamination durch per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) gekommen. Das erheblich kontaminierte Untergrundvolumen kann mit maximal 600.000 m³ abgeschätzt werden. Ausgehend von der erheblichen Kontamination ist das Grundwasser im Bereich des Altstandortes massiv mit PFAS belastet. Die im unmittelbaren Grundwasserabstrom transportierte PFAS-Fracht ist erheblich und es hat sich eine mindestens 500 m lange Schadstofffahne ausgebreitet. Von der Grundwasserverunreinigung war auch ein mittlerweile vom Netz genommener Trinkwasserbrunnen einer kommunalen Wasserversorgung betroffen. Vom Altstandort geht sowohl ein erhebliches Risiko für Menschen als auch für die Umwelt aus. Es ergibt sich die Prioritätenklasse 1.
Beschreibung Standort ST 41 ELG Tanklager Lannach
V 9 Garnfabrik Schoeller – Färberei
Auf dem Altstandort war im Zeitraum von 1896 bis 2023 ein Textilbetrieb tätig. Zur Herstellung von Spezialgarnen für Sportwäsche, Autotextilien und anderen Funktionstextilien wurden vermutlich ab den 1970er Jahren Fluortensid-haltige Chemikalien beim Färben eingesetzt. Die Untersuchungen am Standort zeigen, dass im Bereich der Färberei auf einer Fläche von etwa 2.000 m2 eine hohe Belastung des Untergrunds durch per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen vorhanden ist. Das Ausmaß dieser Verunreinigung wird mit 4.000 bis 5.000 m3 abgeschätzt. Dieser Bereich des Altstandortes ist erheblich kontaminiert. Ein erhebliches Risiko für die Umwelt oder für die Gesundheit von Menschen ist nicht vorhanden. Dementsprechend ergibt sich die Prioritätenklasse 3.