(Wien, 13. Februar 2024) Der aktuelle Bericht des Umweltbundesamtes zeigt: Mit 31. Dezember 2024 sind in Österreich 70.580 Altstandorte und Altablagerungen sowie 353 Altlasten bekannt. Die Erfassung von Altstandorten ist weitgehend abgeschlossen. Im Jahr 2024 wurden neun Altlasten ausgewiesen, vier wurden saniert oder gesichert. Grundlage für die Bearbeitung ist das Altlastensanierungsgesetz. Wesentlich dafür sind die Untersuchung und die Bewertung der Umweltgefährdung, die von Altablagerungen und Altstandorten ausgeht oder ausgehen kann. Der größte Teil dieser Altablagerungen und Altstandorte stellt keine erhebliche Gefahr für die Umwelt oder die Gesundheit der Menschen dar. Nur rund 2-3% der Standorte sind Altlasten.
Von Altablagerungen und -standorten zu Altlasten
Altablagerungen und Altstandorte werden gemäß Altlastensanierungsgesetz stufenweise bearbeitet: Erstabschätzung, Untersuchung und Beurteilung der Umweltgefährdung. Wenn sich der Verdacht einer erheblichen Umweltgefährdung durch Untersuchungen bestätigt, wird die Fläche in den Altlastenatlas eingetragen.
Grundlage für die Erfassung und Bewertung von Altablagerungen und Altstandorten sowie für die Finanzierung notwendiger Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen ist das Altlastensanierungsgesetz. Untersuchungen werden auf Veranlassung des Klimaschutzministeriums von den Ämtern der Landesregierungen in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen werden vom Umweltbundesamt hinsichtlich der Umweltgefährdung beurteilt.
Alle Fakten auf einen Klick
Auf dem Altlastenportal www.altlasten.gv.at finden User:innen alle Informationen zu Altlasten in Österreich. Im neuen geographischen Informationssystem wird auf dem Altlastenportal mit 2025 eine noch breitere Palette an Daten zu Altablagerungen und Altstandorte sowie Altlasten veröffentlicht. In den Ansichten werden auch die aktuellen Grundstücke angezeigt (digitale Katastermappe, DKM). Aufgrund einer Novelle des Altlastensanierungsgesetzes gibt es seit 1. Jänner 2025 keine Verdachtsflächen und auch keinen Verdachtsflächenkataster mehr. Es besteht nun die Möglichkeit Flächen unter Eingabe einer Grundstücksnummer oder einer Adresse abzufragen.